First-Person-Musiker statt Shooter.

José Ramirez | 24. Januar 2017

Entstehung und Entwicklung meines Praxisprojekts:

Die Idee zu meinem Projekt kam mir ganz leicht, denn die meisten von uns hören Musik bei jeder Gelegenheit. Beim Aufstehen als Wecker, beim Zähne putzen im Bad, auf dem Weg zur Schule oder zur Arbeit, im Auto, auf dem Fahrrad oder sogar beim Einschlafen. Sie dient als Inspiration, Beruhigung oder Ablenkung. Sie bereichert unseren Alltag und lässt uns abschalten.

Musik mit Apps lässt uns Musik, während jeder Alltagssituation produzieren. Es ist ganz leicht die Musik aufgrund der heutigen Technologie und Innovation bei sich zu tragen und somit jederzeit darauf zurück greifen zu können. Meine Idee ist also zu zeigen, dass man Musik überall, schnell und einfach erschaffen kann.

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Grundlegende Ausstattung des Praxisprojekts

Auf der Suche…

Um meine Idee umsetzen zu können, brauchte ich jemanden, der zunächst einmal Zeit und Lust hatte, das Projekt durchzuführen. Jemand, der sich für mobile Musik interessiert und die Motivation hat, diese besser kennen zu lernen. Mir war wichtig jemanden einzubeziehen, der sich in seiner Freizeit gelegentlich mit Musik beschäftigt. Zudem wollte ich der Person viel Freiraum geben, um durch eigene Ideen, Erfolgserlebnisse zu schaffen. Außerdem wollte ich zeigen, was mit wenig Mitteln und kaum Erfahrung mit Musikinstrumenten zu erreichen ist. Nach kurzer Überlegung fiel mir direkt die richtige Person für mein Projekt ein.

Planung des Projekts mit dem Jugendlichen.

Planung des Projekts mit dem Jugendlichen.

Vor einiger Zeit habe ich angefangen mit Flüchtlingen zu arbeiten, die in einer Einrichtung leben. Dort habe ich einen Jugendlichen kennengelernt, der einen besondern Eindruck auf mich machte. Ich merkte sofort, dass er für mein Projekt geeignet war. Denn als ich ihm von meinem Projekt erzählt habe, war er begeistert und interessiert, weil er gerne Beatboxt. Also machte ich mich gleich ans Zeug und erklärte ihm zunächst was von dem Projekt erwartet wird, welche Ziele ich habe, was für eine Rolle er in diesem Projekt spielt und was für Erwartungen ich an ihn stelle. Ich erklärte ihm auch, dass es wichtig ist, dass er eigene Ideen einbringt und Eigeninitiative zeigt. Gemeinsam überlegten wir uns eine Story und gingen zusammen den Ablauf und die Umsetzung durch.

„Und, Action“

Übersicht der ausgewählten Apps in chronologischer Reihenfolge.

Übersicht der ausgewählten Apps in chronologischer Reihenfolge.

Beginn der Melodie für das Praxisprojekt mit der App SoundPrism

Beginn der Melodie für das Praxisprojekt mit der App SoundPrism.

Zu allererst erschuf er einen Hip-Hop-Beat, den er zuvor „beatboxte“. Dabei benutzte er die App iSpark. Dazu spielte er eine beruhigende Hauptmelodie mit der App iM1. Eine Zusammensetzung aus den eben genannten Apps, lassen den Hörer durch die dargestellten Alltagssituationen gleiten und diese genau verfolgen. Außerdem fügte er weitere melodische Akzente hinzu, welche den Hörer catchen sollen. Wichtig war, ein Gefühl der jeweiligen Situation zu übermitteln, die den Alltag des Jugendlichen wiederspiegelt.

Da er sich in seiner Freizeit mit First-Person-Shooter Spiele beschäftigt, verwendeten wir beim Videodreh eine GoPro (kleine Action-Kamera) um eine ähnliche Ansicht zu erzeugen. Das war mir wichtig, weil er sich mit solchen Spielen identifiziert. Wir haben dafür eine Kopfbefestigung verwendet.Das verschafft einem eine bessere Einsicht auf das Geschehen und man kann sich leichter in die jeweilige Position versetzen.

Justierung der Actionkamera

Reflexion des Projekts:

(Negative Aspekte)

  • Durch die kurzen Wintertage, erschwerte sich der Videodreh. Da es früh dunkel wurde, mussten wir unsere Videoaufnahmen an einem anderen Tag fortsetzen. Dabei ging viel Zeit verloren.
  • Durch laute Nebengeräusche mussten wir teilweise den Ton des Films neu aufnehmen und synchronisieren, was sehr aufwendig wurde.
  • Der Kameraträger hat keine Einsicht auf die Liveaufnahme, das erschwert die gewünschte Sicht und erfordert erneute Aufnahmen.
  • Konzentrationsschwächen des Jugendlichen erschwerten den Workflow.

(Positive Aspekte)

  • Durch gute Absprache konnte uns ein schneller Arbeitseinstieg gelingen.
  • Gute Arbeitsaufteilungen vereinfachten die Durchführung des Projekts.
  • Seine technische Affinität war von Vorteil.
  • Außerdem hat er ein musikalisches Verständnis.
  • Er war sehr geduldig und zielstrebig.
  • Die Umsetzung gelang uns wie erhofft.

Fazit:

„man hört nie auf zu lernen“ sagt man immer so schön. Und so war es! Das Projekt ist uns gut gelungen und ich bin sehr zufrieden. Wir waren erstaunt, dass das Projekt so geworden ist, wie wir uns das von Anfang an erhofft hatten. Der Jugendliche und ich haben viele positive Erfahrungen sammeln können. Trotz der kurzfristigen Planung und Durchführung, konnten wir gegenseitig gut auf Wünsche und Vorstellungen eingehen und diese umsetzen. Wir konnten uns während der Arbeit  gut verständigen und haben harmonisch zusammengearbeitet. Nicht alles ist problemlos verlaufen, wir haben aber immer eine Lösung gefunden. Durch die nahe Zusammenarbeit, haben wir uns gegenseitig wertschätzen gelernt. Wir sind stolz so ein tolles Projekt auf die Beine gestellt zu haben und möchten weiterhin in Kontakt bleiben, um weitere Projekte zu organisieren.

 

ist ein in Hamburg lebender Musikproduzent und Sänger. Er hat an zahlreichen Produktionen gearbeitet, die sowohl in Deutschland, als auch International veröffentlicht wurden. Nebenbei arbeitet er mit Flüchtlingen, die in einer festen Einrichtung leben.


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