Kommunikation und Konfliktlösungsstrategien

judith | 9. Oktober 2015

Ziel des Zertifikatskurs tAPP ist, dass die Teilnehmer_innen lernen, Gruppen in der kulturellen Bildung anzuleiten. Dazu gehört eine große Portion Kommunikation, denn wie Teilnehmer_innen miteinander kommunizieren, beeinflusst die Stimmung und das Arbeiten in der Gruppe. Je stärker jede_r Einzelne Ideen in die gemeinsame Arbeit einbringen und Einfluss auf die Entwicklung des Musikstückes nehmen kann, desto höher ist die intrinsische Motivation und die Identifikation mit der Gruppe und dem künstlerischen Produkt. In der Phase 2 (13. – 17. September 2015) haben wir uns mit dem Thema Kommunikation und Konfliktlösungsstrategien beschäftigt.

Moderation von Kommunikationsprozessen

Als Workshopleiter_innen sind wir für die Moderation der Kommunikationsprozesse in unseren Gruppen verantwortlich. Zentrale Fragen, mit denen wir uns in der Seminareinheit zu Kommunikation auseinandergesetzt haben waren:

  • Wie können wir wertschätzende Kommunikation in unseren Gruppen fördern?
  • Wie gehe ich mit den unterschiedlichen Befindlichkeiten, Bedürfnissen und Interessen meiner Teilnehmer_innen um?
  • Wie können wir in unseren Gruppen Gedankenaustausch moderieren, um kreative Prozesse in Gang zu setzen? UND
  • Was können wir tun, wenn die Kommunikation in der Gruppe nicht funktioniert? – Wie gehen wir mit Störungen und Konflikten um?

Zu Beginn des Moduls haben wir uns Ziele der kulturellen Bildung angeschaut und unsere verschiedenen Rollen als Musiker_innen und Workshopleiter_innen in der kulturellen Bildung reflektiert:

Im weiteren Verlauf folgte ein theoretischer Input zu Kommunikation und Konfliktlösungsstrategien, den wir durch praktische Übungen vertieft haben.

Beispielsweise haben wir eine Team-building Übung durchgeführt. In der anschließenden Reflexion haben die Teilnehmer_innen festgestellt, dass sie die Kommunikationsprozesse, die während der Übung stattfanden, ganz unterschiedlich wahrgenommen und dementsprechend auch unterschiedlich bewertet haben. Wir haben festgestellt, dass Reflexion und Austausch wichtig ist für das gemeinsame Arbeiten in Gruppen. Des Weiteren haben wir darüber gesprochen, wie wir Raum für konstruktiven Austausch in unseren Gruppen schaffen können und wie wir diesen Austausch moderieren.

In der letzten Seminareinheit haben wir uns dem Thema Konflikte/Konfliktlösung gewidmet; denn da wo Menschen miteinander arbeiten wird es immer unterschiedliche Ansichten, Werte und Wünsche geben. Das kann inspirierend sein, manchmal aber auch zu Konflikten führen. Wie wir als Workshopleiter_innen mit diesen Konflikten umgehen, beeinflusst die Atmosphäre in der Gruppe und das gemeinsame Arbeiten.

Nach einer Einführung zu Konfliktursachen und Konfliktlösungsstrategien sind wir zu praktischen Einheiten übergegangen. Wir haben geübt, Konflikte nach einem vorgegebenen „Fahrplan“ anzusprechen und Fragen so zu formulieren, dass sie das Gegenüber einladen über den Konflikt zu sprechen.

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Fazit

„Der Weg ist das Ziel“: Die Leitung von Gruppen sowie die Moderation von Kommunikationsprozessen kann zu Beginn verunsichernd, holprig und mitunter chaotisch sein. Als Workshopleiter_in ist es nicht immer einfach, den Überblick zu behalten. Hier gilt: „Practice makes perfect“! Ich hoffe, dass meine Seminareinheit die Teilnehmer_innen inspiriert hat die Kunst der Kommunikation in ihre jeweiligen Gruppe zu integrieren und gemeinsam zu experimentieren.

Eure Judith


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