Eröffnung des Appmusik Studios der UdK Berlin am Deutschen Weiterbildungstag

Matthias Krebs | 7. September 2016

Musizieren mit Apps hat eine stetig wachsende Bedeutung für aktuelle Musikpraxen – in Band-, Orchester- und Chorproben, Musikunterricht, im schulischen Nachmittagsangebot und Instrumentalunterricht bereichern Musikapps das Musizieren. Mit dem Appmusik Studio wird ein Ort für regelmäßige Appmusik-Projekte, Instrumentalunterricht und pädagogische Fortbildungen zum Musizieren mit Apps sowie künstlerische Klangexperimente vom Netzwerk-Mitglied Forschungsstelle Appmusik eingerichtet. Anlässlich des Deutschen Weiterbildungstags am 29. September 2016 wird um 15.30 Uhr das neue Appmusik Studio am Berlin Career College der Universität der Künste eröffnet.

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Unter den über 50.000 Apps in der Kategorie Musik der App Stores finden sich neben Radio- und Playerapps auch tausende Musikapps, die vielfältige Möglichkeiten zum Musikmachen bieten. Diese Apps verwandeln Smartphones und Tablets in Hilfsmittel wie Metronom, Aufnahmegerät und Lerntutor, die das Musizieren mit herkömmlichen Instrumenten unterstützen. Darüber hinaus verwandelt eine große Anzahl an Musikapps mobile Technologien aber auch in ein vielfältiges Instrumentarium. Sie bieten z.B. Synthesizer, BeatMaker, virtuelle Instrumente und Soundtoys und ermöglichen das Musizieren für sich und in Ensembles. Aufgrund der einfachen Bedienung und der ständigen Verfügbarkeit wächst nicht nur die Zielgruppe, auch der Zugang zum Musizieren wird für Musikinteressierte zunehmend kompatibler. Das Appmusik Studio soll dafür einen Raum zum Experimentieren, Lernen und zur Forschung geben.

 

Formen musikalischer Praxis mit Apps

Das Appmusik Studio ist ein Projekt der Forschungsstelle Appmusik – Institut für Appmusik in Forschung und Praxis. Die Forschungsstelle beschäftigt sich als weltweit erste ihrer Art mit dem noch jungen Phänomen musikalischer Praxis mit Apps und wurde am 11. Februar 2014 gegründet. Im Zentrum der Forschung stehen pädagogische sowie ästhetische Fragestellungen. Darüber hinaus versteht sich die Forschungsstelle speziell als Knotenpunkt für interdisziplinäre Kooperationen mit Künstlern, Entwicklern sowie diversen Wissenschafts- und Praxispartnern.

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Programm zur Eröffnung des Appmusik Studios

Geboten werden eine Installation mit 40 iPads, eine Präsentation und Workshops mit Expertinnen und Experten im Appmusik Studio sowie ein Appmusik Buffet – eine Auswahl an Musikapps, die Appetit auf Mehr machen. Los geht’s um 15:30 Uhr im Universität der Künste Berlin, Berlin Career College, Bundesallee 1-12 (Raum 343).

  • 15:30 Uhr | Installation mit 40 iPads verteilt im ganzen Haus, die auf Stativen stehen und synchronisiert ein Musikstück spielen.
  • 15:45 Uhr | Präsentation der Forschungsstelle Appmusik über die zukünftigen und aktuellen Projekte in Forschung, Praxis und Weiterbildung; Videobeispiele und verschiedene Ergebnisse (Studien, Erkenntnisse, Fallbeispiele). Ein besonderer Fokus liegt auf dem neue entwickelten Zertifikatskurs tAPP – Musik mit Apps in der Kulturellen Bildung.
  • 16:15 Uhr | Workshop für Interessierte: Musizieren im Ensemble mit Apps. Jeweils in 6er Gruppen. Anmeldung erbeten –> appmusik@udk-berlin.de
  • 17:00 Uhr | „Appmusik Buffet“ – serviert werden eine Bandbreite an Musikapps zum Appetit bekommen und zum Ausprobieren.
  • 17:30 Uhr | Ende der Veranstaltung.

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Zertifikatskurs tAPP – Musik mit Apps in der Kulturellen Bildung

Das Appmusik Studio spielt beim Weiterbildungsangebot des Berlin Career College eine wichtige Rolle. Seit Jahren steigt seitens von Bildungs- und Kultureinrichtungen wie Schulen, Jugendfreizeittreffs, Konzerthäusern, Museen oder Theatern die Nachfrage nach Projekten, in denen eine breite Zielgruppe Musik mit Apps macht. Darin sollen sich etwa Ziele der Musikvermittlung, Inklusion und Kulturellen Bildung verwirklichen. Mit dem Zertifikatskurs tAPP soll auf diese Nachfrage reagiert werden.

Im Oktober startet der dritte Durchgang des Zertifikatskurses tAPP – Musik mit Apps in der Kulturellen Bildung. Gefördert vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) wurde er von der Forschungsstelle Appmusik entwickelt und wird im Verbund mit der Bundesakademie für Kulturelle Bildung Wolfenbüttel durchgeführt.

Dabei handelt es sich um eine musikpädagogische Weiterbildung für Musikerinnen und Musiker. Die Kursteilnahme ist in der Förderphase kostenlos. Bewerbungsschluss für den Zertifikatskurs ist der 11. September 2016.

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Deutscher Weiterbildungstag

Unter der Schirmherrschaft von Senatorin Dilek Kolat werden in Berlin am 29. September Fragen der digitalen Transformation und Chancen der beruflichen Weiterbildung aufgezeigt und unter dem Moto „Berlin macht sich schlau: Lernen und Arbeiten in der digitalen Welteinem“ einem breiten Publikum innovative Inhalte und Formen der Aus- und Weiterbildung dargestellt. An den Standorten Campus Charlottenburg (TU Berlin, Straße des 17. Juni 135, 10623 Berlin) und Technologiezentrum Adlershof (Lernfabrik NEUE TECHNOLOGIEN gGmbH, Ludwig-Boltzmann-Straße 1 und Carl-Scheele-Straße 16, 12489 Berlin) stellen die Mitarbeiter*innen der Forschungsstelle Appmusik am Vormittag ihr Weiterbildungsangebot vor.

Im Rahmen der Auftaktveranstaltung des Deutschen Weiterbildungstags am 28. September werden Matthias Krebs und Marc Godau von der Forschungsstelle Appmusik, außerdem mit dem DigiEnsemble Berlin auftreten – dem bekanntesten professionellen Smartphone-Orchester Deutschlands.

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Matthias Krebs ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Berlin Career College der Universität der Künste Berlin. Der Diplom-Musik- und Medienpädagoge arbeitet an mehreren deutschen Musikhochschulen als Lehrbeauftragter und ist mit Fortbildungsangeboten und Workshops sowohl in der Erwachsenenbildung als auch in der Kinder- und Jugendarbeit seit 2011 aktiv. Matthias Krebs leitet den Zertifikatskurses tAPP.

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